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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Zentralkino

Zentralkino

Das Zentral-Kinematographen-Theater, der jüngste Um-, Neu- und Zubau in der Maria Theresienstraße, ist gestern von seinem Rüstholz befreit worden. Die Fassade des neuen Objektes ist gefällig. Am dritten Stockwerk zeigt sich ein Madonnenbild in Mosaikarbeit, an seinen beiden Seiten sind der Tiroler Adler und das Stadtwappen von Innsbruck ebenfalls in Mosaikausführung zu sehen. Der Bau wurde nach den Plänen des Architekten Wolf von der Baufirma Fritz ausgeführt
Der Zentral-Kinematograph in der Maria Theresienstraße (neben Breinössl), dieses hervorragende Unternehmen dieser Branche, dessen Bau mit Spannung verfolgt wurde, eröffnet heute nachmittags seine Pforten. Das Theater, ein Familienaufenthalt im wahrsten Sinne des Wortes, ist mit allem erdenklichen Komfort ausgestattet, und enthält 200 bequeme Sitzplätze (Klappsitze). Durch Errichtung einer eigenen Umformerstation für Gleichstrom werden Bilder von großartiger Reinheit und Plastik erzielt, welche sich auf der großen Bildfläche besonders wirkungsvoll präsentieren. Der Beginn der ununterbrochenen Vorstellungen ist für heute nachmittags 5 Uhr festgesetzt; s.a. Reklameteil
(Zentral-Kinematograph.) Wie wir bereits berichteten, wurde vor einiger Zeit in Innsbruck ein Zentralkinematograph eröffnet. Derselbe ist in dem neuen Haus des Herrn Lindner, Maria Theresienstraße 10, untergebracht, ein moderner Bau, der vom Architekten Wolfg ausgeführt wurde. Dieser hat es verstanden, durch praktische Verwendung des gegebenen Raumes in jedem der vier Stockwerke je vier große, lichte Zimmer, welche für Bürozwecke dienen sollen, mit den entsprechenden Nebenräumen, wie Waschräume und Aborte, und einen sehr bequemen, lichten Aufgang zu schaffen. Die Fassade, die so wie die Stuckarbeit von der Firma Oberhofer und Sicker hergestellt wurde, zeigt zwei Syenitsockeln und einen Bogen aus rotbraunem schwedischen Granit, der bis zu der Höhe des zweiten Stockes reicht und sich wirksam von einem goldigen Mosaik abhebt. Auf diesem Bogen ist ein mit Lotosblumen und Ranken gezierter Erker aufgebaut, der bis zum vierten Stock reicht, über dem ein Balkon aufgebaut ist. Zwischen dem zweiten und dritten Stock sind in Mosaiken die Jahreszahl 1909, eine Madonna nach Raphael, vom Stadtwappen und dem Tiroler Adler umgeben, angebracht. Ein ornamentierter Giebel mit dem Monogramm L L bildet den Abschluss der Fassade. Das Eichenportalmit dem Ein- und Ausgang wurde von der Firma Karl Norer und Co. geschaffen. Treten wir in das Parterre…
Vorstellung im Central-Kinematograph-Theater (Zentral-Kino): Der Halleysche Komet kommt oder der Weltuntergang im Jahre 1910. Humoristischer Schlager
Zentralkino: „Die weiße Sklavin“ in 43.000 Einzelaufnahmen, ca. 600 Meter Länge, Vorführdauer ½ Stunde. Der internationale Verein zur Bekämpfung des Mädchenhandels ist Urheber dieses Objektes. Sein belehrender und aufklärender Inhalt ist für jede Familie, insbesondere weibllichen Angehörigen von größtem Interesse
Zentralkino: Die kaiserlilche Jagd in Ischl (mit Bild)
Zentralkino; Der Boxer-Wettkampf des Negers Jack Johnson im Kampf mit Tom Burns
(Hoher Besuch im Zentralkino.) Eine besondere Auszeichnung wurde unserem Zentral-Kinematographen in der Maria Theresienstraße durch den Besuch des Herrn Erzherzogs Eugen zuteil. Der hohe Herr, welcher der rührigen Direktion dieses allbekannten Unternehmes kürzlich die Erlaubnis zu einer kinematographischen Aufnahme seiner Mittagspromenade in der Maria Theresienstraße gegeben hatte, wollte diesen überaus gelungenen Film auch im Kino vorgeführt sehen und setzte zu diesem Behufe eine besondere Vorstellung auf gestern, nachmittags um 3 Uhr fest. Um diese Zeit erschien der Herr Erzherzog in Begleitung seines Kammervorstehers GM Baron Henniger. Am Eingang zum dem prächtig dekorierten Theater wurde er von seinem Dienstkämmerer Rittmeister v. Szmrecsanyi, dem Inhaber des Zentral-Kinematographen, Bildhauer Hans Pitschmann und dessen Familie, dem Direktor des Institutes Adolf Marx und dem Hausherrn, Fabrikanten Leopold Linder empfangen … Das Programm … Der Film, der die Mittagspromenade wiedergibt und außer der Person des Herrn Erzherzogs viele Innsbrucker Persönlichkeiten zu Schau bringt, musste dreimal vorgeführt werden
Im Programm des Zentral-Kinematographen: Jael und Sisera. Biblischer Film. Farbenkinematographie von Pathe Freres
(„Die weiße Sklavin“.) Der Zentralkinematograph in der Maria Theresienstraße bringt von heute ab den zweiten Teil der „Weißen Sklavin“. Der Besitzer Kunstbildhauer Hans Pitschmann scheute keine Kosten, um dem Publikum wieder etwas Besonderes zu bieten
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