Innsbrucker Nachrichten

Volltextsuche

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO

Kategorien


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates

Theatergebäude

Stadttheater (noch mit der Reiterstatue Leopolds V.)Stadttheater 1943

(Nationaltheater): Im Theater sind heuer ganz praktische Neuerungen vorgenommen worden. Das neue, bekanntlich zu tief gelegene Parterre wurde erhöht, für die Sperrsitze wurde von der rechten Seite ein eigener Eingang eröffnet und der Zugang zu demselben längs des Theaters gepflastert.
Im Landhaussaal sind dermalen die Pläne für ein großes Theaters ausgestellt, welche von dem an der königl. bairischen Kunstakademie in München sich ausbildenden Architekten Natale Tomasi aus Cologna bei Trient, der ein landschaftliches Künstlerstipendium genießt, entworfen wurden
(Zur Feuersicherheit des hiesigen Theaters.) Hinter den Redoutensälen wird heuer vom Aerar ein Magazin für Theater-Requisiten erbaut werden. Bekanntlich musste bis jetzt das ganze Inventar an Scenerien und dgl. auf der Bühne verwahrt werden, wodurch nicht nur der Raum auf derselben völlig unleidlich eingeengt wurde, sondern was auch – und das mag das Maßgebende bei diesem Entschlusse der Regierung gewesen sein – , die Feuergefährlichkeit des Gebäudes wesentlich erhöht hat. Auch soll das Netz der Feuertelegraphen sich über das Theater ausdehnen, sodass jede Feuersgefahr in demselben sofort dem Thürmer telegraphiert werden kann. Es sind sehr dankenswerte Vorkehrungen gegen ein Brandunglück im Theater, jedoch nur halbe Maßregeln gegen ein solches. Ein die Bühne vom Zuseherraum abschließender eiserner Vorhang, wie er für Theater vorgeschrieben ist, wäre dringend nothwendig. Am allernothwendigsten zur Verhütung entsetzlichen Unglückes auch nur im Falle eines falschen Schreckens im Theater, wäre aber die Umsetzung der Eingangsthüren, die sämtliche gegenwärtig nach innen zu öffnen sind. Nach außen zu öffnende Thüren in einem öffentlichen Locale ist erste und Grundbedingung zum Schutze des in demselben befindlichen Publicums.
10.12. und folgende Tage – Bericht über den Brand des Ringtheaters in Wien; s.a. 13.12. „Vorkehrungen zur Beruhigung der Theaterbesucher in Innsbruck.“ Wir sind in der Lage im Nachstehenden jene Verfügungen mitzutheilen, welche in Absicht auf die Hintanhaltung einer Feuersgefahr im hiesigen k.k. National-Theater, und zur Sicherheit des Publicums bei etwa ausbrechendem Feuer infolge der von dem Herrn k.k. Statthalter im Laufe des heurigen Sommers angeordneten genauen commissionellen Untersuchung des ganzen Gebäudes größtentheils bereits getroffen worden sind, theils bei der nunmehr neuerlich vorgekommenen Inspicierung noch als nothwendig erkannt wurden und deren Ausführung sofort in Angriff genommen wurde. 1, Zur Unterbringung der bis dahin im Bühnenraume angehäuften massenhaften höchst feuergefährllichen Versetzstücke, Courtinen etc., die bei den Vorstellungen nicht benöthigt werden, ist ein feuersicheres massives Magazin im heurigen Sommer nächst dem Theater erbaut worden. 2. Die bereits äußerst schadhaften Heizvorrichtungen sind im Laufe des Sommers vollständig renoviert worden. 3. Das Theatergebäude ist durch eine Leitung mit dem Feuersignal-Telegraphen in Verbindung gebracht. 4. Zu den bereits vorhandenen mit Wasser gefüllten Bottichen sind 6 Extincteurs angeschafft, und es ist auch das Theaterpersonal mit deren Handhabung vertraut gemacht worden. 5. In den Gängen und Stiegen werden nebst der vorhandenen Gasbeleuchtung Reserve-Öllampen angebracht, welche während der…
Die feuersicheren Herstellungen in unserem Theater schreiten stetig vorwärts, doch werden sie noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die von der Bühne auf beiden Seiten unter feuersicherem Abschlusse ins Freie führenden Treppen sind gebaut; die auf der nördlichen Seite steht mit den Gardaroben und der Bühne, die auf der südlichen mit dem Schnürboden und ebenfalls wieder mit der Bühne in Verbindung. Die Pfeiler zu beiden Seiten, welche die Traverse, auf der die über das Dach hinausragende Feuermauer aufgeführt wird, sind fertig und ein großes Gerüst steht zwischen Bühne und Zuschauerraum, damit die aus zwei Theilen bestehende kollosale Traverse aus Eisenconstruction, deren jeder Theil 90 Centner wiegt, auf die Höhe des Schnürbodens aufgezogen und auf die Pfeiler eingesetzt werden kann. Bis Montag dürfte diese Arbeit vollendet sein. Die eiserne Courtine ist noch nicht eingetroffen. Es wird immerhin Ende Februar werden, bis die Arbeiten im gorßen fertig sein werden. Dann kommt erst das Imprägnieren der Scenerien, die Änderungen der Gasleitung, die Tischlerarbeiten und eine ganze Menge von Kleinigkeiten an die Reihe. Wenn daher keine Aussicht vorhanden ist, dass unsere Bühne vor Ostern wieder eröffnet werden kann, so wird der Bau doch noch zur Zeit vollendet sein, da Direktor Müller mit seiner Oper…
Gemeinderatssitzung vom 13. d. Mts.: GR Haas fühlt sich verpflichtet, darauf aufmerksam zu machen, dass am Neujahrstag in den Logen 8 und 9 im Theater bei stark besetzter Gallerie ein bedenkliches Knischen des Gebälks wahrgenommen worden sei. Bürgermeister Dr. Falk dementiert, verspricht das Theater aber noch einmal untersuchen zu lassen; s.a. den Bericht vom 19.01. (keine Gefahr) – Der Bürgermeister lässt die Gebäude, die in der Stadt als Rathäuser allenfalls in Betracht kommen könnten, Revue passieren: den österreichischen Hof, die Post und das alte Spital; keines eigne sich jedoch ohne bedeutende Umbauten für diesen Zweck. – Es wird beschlossen, das alte Regierungsgebäude um den Preis von 112.500 fl. zu kaufen. – Auch die alte Fronveste, das „Kräuterhaus“ wird leer und ist der Stadt zum Kaufe angeboten worden. – Einem Schwerverletzten wird die Behandlung in der Klinik verweigert (Schädelbasisbruch nicht erkannt, angeblich keine Verletzungen sichtbar; der Verletzte roch intensiv nach Schnaps)
Das Stadttheater erstrahlt im neuen Glanz. Mit der künstlerischen Ausschmückung, die wir Herrn Konrad verdanken, ist auch manche praktische Neuerung im Hause eingeführt worden, als deren wichtigste wohl die Höherlegung des Parterres anzusehen ist. Dass der Zuschauerraum blank gescheurt dem Besucher entgegentritt, brauchte man nicht zu betonen, wenn wir nicht durch Jahre uns an die scherlich verstaubte Krönung der Hofloge hätten gewöhnen müssen. Von den beiden Vorhängen ist erst einer da, und zwar der Zwischenvorhang, der vorläufig al Hauptvorhang benützt werden wird
Neue Heizung und Dekorationen für das Stadttheater
Hydranten im Stadttheater: Unsere Stadtverwaltung hat nach der gelungenen Ausschmückung, welche das Innere unseres Theaters mit einem nicht unbedeutenden Kostenaufwand erfuhr, neuerdings dem Hause eine wertvolle Verbesserung durch Einführung der neuen Wasserleitung zugewendet. Die Vorteile unserer Hochdruckleitung gestattet eine umfassende Anlage zur Sicherung des Theaters, speziell des Bühnenhauses zu treffen. In vier voneinander unabhängigen, sowohl von der Hauptleitung am Rennweg, als jener von der Universitätsstraße gespeisten Rohrsträngen wird das Wasser in das Innere des Hauses zu den vier verschiedenen Höhenlagen im Bühnenhause aufgestellten 10 Hydranten geführt. Die Wahl des Platzes für diese Ausläufe und die große Menge Wasser, welche Dank der reichlich bemessenen Dimensionen und des Hochdruckes denselben entströmen kann, bietet die Möglichkeit, in kürzester Frist jeden Punkt des Bühnenhauses zu bestreichen und die Bühne geradezu zu überschwemmen. [] Die geplante Ausdehnung der Wasserleitung auch auf den Zuschauerraum wird im kommenden Jahr ausgeführt.
Theater und Musik: Das neue Spieljahr 1900/1901 brachte als erste Überraschung die Verschönerung des Hauses von innen und außen, wofür die Gemeindevertretung Dank und Anerkennung verdient. Was Wind und Wetter an der Außenseite unseres Musentempels verbrochen, wurde mit Tünche wieder gut gemacht, so dass sich das Haus nun bis auf die leere Aufschriftstafel am Giebel den Blicken der Vorübergehenden wieder ganz achtbar darbietet und aufgehört hat, dem äußeren Farbenreichthum der Universität Concurrenz zu machen. Aber während das Haus außen nur flüchtig übertüncht wurde, hat sein Inneres eien umso gründlichere Veränderung zum Besseren erfahren. Beim Eintritt in die Vorhalle, die ehedem einer Dunkelkammer glich, halten die Besucher angenehm überrascht inne. Elektrisches Licht durchflutet in reicher Fülle den ganzen, nun ungemein freundlichen Raum. Die Wände sind blendend weiß getüncht, die Stuccaturen an den Verschneidungen geschmackvoll vergoldet, und die gemauerten Säulen durch einen sehr gelungenen Anstrich so geschickt marmoriert, dass man die sonst unkünstlerische Täuschung gern hinnimmt. Alle Türen und Holzverschalungen sind olivgrün gestrichen und an den Verschneidungen ebenfalls vergoldet, und die Portale gleich dem vergoldeten Luster mit braunrothem schweren Stoff verkleidet. Wie die prächtige Vorhalle erstrahlt auch der Zuschauerraum von 150 Glühlichtern erhellt im elektrischen Licht, so dass der ganze große Raum…
« StartPrev123NextEnd »
Page 2 of 3