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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Literatur und Sprache
Dr. Fischnaler entdeckt im Stadtarchiv in Sterzing 25 dramatische Stücke aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts (es handelt sich dabei Fastnachtspiele; als Schreiber bezeichnet sich der Sterzinger Maler Virgil Rabe)
(Literarisches.) Von Dr. Ludwig von Hörmann, Kustos der k.k. Universitäts-Bibliothek in Graz, ist soeben bei Gerold in Wien ein kulturhistorisches Werk mit dem Titel: „Tiroler Volkstypen. Beiträge zur Geschichte der Sitten und Kleinindustrie in den Alpen" erschienen.
(Erinnerungsfeiern in Natters für die beiden tirolischen Dichter Hermann v. Gilm und Fritz Lentner). Es ist ein eigenthümliches Gefühl, das den Besucher dieser stillen lauschigen Waldlaube befällt, wo im Kranze stattlicher Fichten die beiden trefflichen Männer zuerst selbst tief in der Brust die Freiheit empfanden, ums sie dann mit begeisterten Worten rings im ganzen Lande zu verkünden. Und diese Stätte schmückt nun ein einfacher Glimmerschiefer, in welchen die Worte eingegraben sind: „Zur Erinnerung an Hermann v. Gilm und Friedrich Lentner. Gewidmet 1877.“ [] Nach einer begeisternden Rede des tirolischen Dichters Josef Erler erfolgte unter den Klängen der Musik der Rückmarsch zum Schererhof. Auch die Gemahlin des Dichters v. Gilm und dessen Sohn hatten sich in Natters eingefunden.
Dr. Adolf Pichler hat soeben eine größere poetische Erzählung vollendet, die zum Helden „Fra Serefico“, einen Mönch im Apennin hat und als selbständiges Opus in einem eigenständigen Bändchen erscheinen wird.
Des Kaisers Geigenmacher in Tirol nennt sich ein neues einaktiges Drama unseres jungen tirolischen Schriftstellers Josef Erler
Unser Vaterland in Wort und Bild geschildert von einem Vereine der bedeutendsten Schriftsteller und Künstler Deutschlands und Österreichs. Das ist der Titel eines literarisch-artistischen Unternehmens, dem auch die begabtesten und bekanntesten Künstler und Schriftsteller unseres engeren Vaterlandes Tirol nicht ferne stehen. Die erste Serie dieses kunstvoll ausgestatteten Werkes beginnt mit den deutschen Alpen, Wanderungen durch Tirol und Vorarlberg, das baierische Gebirge, Salzkammergut, Steiermark und Kärnten. Unter anderen werden auch Hermann Schmid, Dr. Ludwig von Hörmann und Ignaz Vincenz von Zingerle literarische Beiträge abliefern.
Ein Rundgang durch die Stadt: An der Südfront des freistehenden Hauses im südwestlichen Winkel zwischen der Innstraße und dem Fallbache, an welches die genannte niedliche Ruine der zweifelhaften Gartenmauer anstößt, wird ein kleiner Anbau and das Erdgeschoß ausgeführt, dazu bestimmt, die Schriftgießerei der Firma „Wagnerische Universitätsbuchhandlung“ unterzubringen. Vom schönen Schulgebäude in St. Nikolaus und dem Eisenstege setzen wir unsere Wanderung fort am linken Ufer des Innflusses aufwärts durch die Innallee. Am Ausgang der Allee fesselt die Außenseite eines kultur.historisch merkwürdigen Baues unsere volle Aufmerksamkeit. Nicht etwa die reiche Architektur oder die maßvolle Gliederung des ehemaligen Strafhausgebäudes bezaubert unseren Blick, sondern unser Auge haftet fast mitleidsvoll an dem keineswegs fleckenlosen Anwurfe des durchfeuchteten und am Mauerfraße kränkelnden Hauses.
Ein Rundgang durch die Stadt: „Vom goldenen Stern leitet uns der Fußpfad in den Park und hin zur Statue des tirolischen Sängers Walther von der Vogelweide. [] Wie oft ist sein Bild umlagert von dem erstickenden Qualm, der den Kaminen der nahen „Schmalzsiedereien“ entsteigt und sich dann in schwerfälligen Massen über den reizenden Park vertheilt! Diese gräulichen Dünste verpesten gar zu häufig die Luft weit herum und verbittern den Bewohnern ihre Stunden der Erholung. Fast könnten eimen unbefangenem Gemüthe leise Zweifel aufsteigen, wie sich ein solcher industrieller Wohlgestank mit der Nettigkeit und Sauberkeit der Stadt verträgt, wie es möglich ist, dass Innsbruck jemals Seifen- und Schmalzsiedereien mit allen ihren Annehmlichkeiten für die nächste und entferntere Nachbarschaft mitten in einem der bevölkertsten Stadttheile entstehen konnten, während dergleichen industrielle und gewerbliche Unternehmungen an andern minder saubern Orten nur weit weg von den menschlichen Wohnungen errichtet werden dürfen. Jedenfalls dürfte es keine zu starke Zumuthung an solche Unternehmer sein, wenn die Kamine in ihren Etablissements eine solche Höhe erreichen, dass dieselben den Rauch weit über die Wohnungen der Nachbarn emporzutragen im Stande sind.
Ein Rundgang durch die Stadt: Noch befinden wir uns auf der Innbrücke und schauen eben die neue Belegung der Fahrbahn mit den würfelförmigen Eigenklötzen an. Diese Erneuerung war keine Hoffart, denn die alte Lage war in Folge des häufigen Fahrens und besonders mancher schweren Fuhren und der dadurch entstandenen Reibungen so mitgenommen, dass sie als Miniaturbild eines wellenförmigen Hügellandes gelten konnte
Tiroler und Habsburger Motive auf Spielkarten (Unterhaltungsblatt)
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